{"id":314,"date":"2012-03-12T22:18:49","date_gmt":"2012-03-12T22:18:49","guid":{"rendered":"https:\/\/andyland.info\/wordpress\/?p=314"},"modified":"2016-02-23T19:06:24","modified_gmt":"2016-02-23T18:06:24","slug":"finalscratch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/andyland.info\/wordpress\/finalscratch\/","title":{"rendered":"Finalscratch"},"content":{"rendered":"<div>\n<p>[31.7.2006]<\/p>\n<p>dies ist wohl mein bislang aufwendigstes projekt. solange und ausschweifend habe ich zwar auch schon \u00fcber viele andere sachen gesprochen, hiermit habe ich mich aber bei einer noch nie dagewesenen anzahl an leuten durchschnorren m\u00fcssen, um das ziel zu erreichen. auf geht&#8217;s:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.stanton-dj.de\/products\/endprodukt.asp?art=1418&amp;kat=186\" target=\"_blank\">finalscratch von stanton\/ native-instruments<\/a> ist ein dj-tool. man hat damit die m\u00f6glichkeit, digitale musikdateien\u00a0mit normalen plattenspielern zu kontrollieren. dazu werden die plattenspieler an eine box (den sog. &#8216;scratchamp&#8217;) angeschlossen. mittels speziell pr\u00e4parierter timecode-vinyls liefern die plattenspieler\u00a0signale, die vom scratchamp umgewandelt und als steuersignal (songposition, geschwindigkeit,&#8230;) via firewire an einen angeschlossenen\u00a0computer mit entsprechendem mp3-player (derzeit: &#8216;traktor&#8217; von native-instruments) weitergeleitet werden, um dort mp3s etc. abzuspielen. stop. absetzen und letzten satz nocheinmal lesen. wer das ding mit einem laptop mit durchschnittlicher festplatte bertreibt, kann so jedenfalls locker 10000 songs im rucksack mit sich herumtragen.<\/p>\n<p>der vorteil hierbei liegt zum einen ganz klar in der gewichtsersparnis: wer schonmal die durchschnittlichen 4-5 plattenkoffer vom parkplatz duch die disko (treppe &#8216;rauf, treppe &#8216;runter, durch den flur, \u00fcber die strasse, durch die stadt&#8230;.) tragen durfte, weiss das knappe kilo eines laptops noch viel mehr zu sch\u00e4tzen als gew\u00f6hnlich. ausserdem ver\u00e4ndert sich im vergleich zu anderen produkten (cd-player mit jog-wheel etc) nicht das &#8216;handling&#8217;<\/p>\n<p>. jeder, dj weiss, wie sich ein plattenspieler (nat\u00fcrlich nur der <a href=\"http:\/\/www.panasonic-europe.com\/technics\/products\/product_detail.asp?range=turntable&amp;prodid=SL-1200MK2\" target=\"_blank\">1210er von technics<\/a>, is&#8217; klar) verh\u00e4lt und muss sich nicht umstellen- w\u00e4re ja auch zuviel verlangt.<\/p>\n<p>so &#8211; genug werbung =-P.<\/p>\n<p>das problem an dem ding: so genial die idee, so teuer wird sie verkauft. derzeit kostet ein aktuelles finalscratch 2\u00a0(nur die software und der scratchamp&#8230;kein laptop, keine plattenspieler, kein mischpult) um die 750\u20ac. sicherlich ein gerechtfertigter preis (h\u00fcstel), wenn man alle features braucht, aber sicherloch (got it? hihi) viel zu teuer, wenn man nur mal damit rumspielen will.<\/p>\n<p>(an dieser stelle sei kurz eingeworfen, da\u00df es auch von anderen firmen \u00e4hnliche produkte gibt, aber finalscratch lag gerade &#8216;rum, also hab&#8217; ich das genommen.)<\/p>\n<p>das ziel wird es also sein, eine irgendwie geartete m\u00f6glichkeit zu finden, die bestehenden timecode-vinyls f\u00fcr eigene zwecke zu missbrauchen.\u00a0ganz wichtig: es geht hier um den spass an der sache. das wird ein projekt ohne jedweden kommerziellen hintergedanken. nat\u00fcrlich habe ich weder die lust, noch die zeit, noch die ambition\u00a0(noch die rechtsanw\u00e4lte&#8230;), um auf basis der timecode-vinyls ein konkurrenzf\u00e4higes produkt auf den markt zu bringen. es geht hier einzig um den spass am ger\u00e4t. so.<\/p>\n<p>dazu geht es erstmal der platte an den kragen. lange genug habe ich \u00fcberlegt, wie der erste schritt zur analyse des timecodes sein kann. mein ehemaliger nachbar [<a href=\"mailto:swen%20%C3%84T%20kurtzenbaum%20PUNKT%20de\">swen<\/a>] hatte beim\u00a0gemeinsamen bier auf meinem balkon\u00a0eine der besten ideen: draufschauen. so sieht es also aus, wenn man ganz genau hinguckt:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andyland.info\/grafiken\/finalscratch\/klein\/100_1457.JPG\" alt=\" \" width=\"576\" height=\"432\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>eines der wichtigsten bilder: dieses foto stammt von der 45&#8217;er-seite (die seite, die mit 45 u\/min gespielt wird&#8230;.).man kann geilerweise sofort erkennenen, da\u00df die daten des timecodes in paketen daherkommen. die gesamte seite der platte besteht \u00fcbrigens nur aus einem gro\u00dfen track. die abst\u00e4nde, die man auf dem foto erkennen kann, dienen als optische r\u00fcckkopplung: jede der gro\u00dfen rillen markiert eine minute spielzeit.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andyland.info\/grafiken\/finalscratch\/klein\/100_1464.JPG\" alt=\" \" width=\"576\" height=\"432\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>mit ein wenig \u00fcberlegung kommt nun folgendes dabei heraus: w\u00e4hrend einer umdrehung der platte werden 200 der\u00a0gut sichtbaren\u00a0datenpakete von der nadel \u00fcberflogen (hab&#8217;s nachgez\u00e4hlt). bei 45 u\/min sind das 9000 datenpakete\/min, also 150 pakete pro sekunde (weil 9000 \/ 60 = 150, PUNK =-) ). das bedeutet wiederrum, da\u00df die nadel 6,6(66666) milisekunden braucht (1\/150, quasi), um ein datenpaket hinter sich zu bringen.<\/p>\n<p>darauf kann man aufbauen.<\/p>\n<p>also just mal den timecode mit der hilfe von [<a href=\"ttp:\/\/www.doktor-andy.de\/grafiken\/finalscratch\/100_1489.JPG\">h0|2sT<\/a>] und seinem <a href=\"https:\/\/www.andyland.info\/grafiken\/finalscratch\/100_1486.JPG\">equipment<\/a> digitalisiert (ich muss gestehen: ich besitze keinen plattenspieler mehr =-\/).<\/p>\n<p>ich habe von der digitalisierten\u00a045&#8217;er-seite einer timecode-vinyl mal ein beliebiges, (..auch cool edit pro wird bei den dimensionen schlie\u00dflich zu einem sch\u00e4tzeisen degradiert)\u00a0etwa 6,6 milisekunden langes st\u00fcck markiert. oben ist der eine kanal, unten der andere (ist aber egal, die sind identisch, habe ich an mehreren stellen gepr\u00fcft).\u00a0je nachdem, wie man die grafik interpretiert (nur die &#8216;berge&#8217; oder auch die &#8216;t\u00e4ler&#8217;), kommt man auf einen informationsgehalt von 8,\u00a0bzw 16 bit.<\/p>\n<p>das\u00a0sieht in etwa so aus:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andyland.info\/grafiken\/finalscratch\/klein\/timecode_waveform_klein.jpg\" alt=\" \" width=\"512\" height=\"384\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p>(wer ganzganzganzgenau hinsieht, kann auch erkennen, da\u00df cooledit nicht in meiner standard-vmware-session l\u00e4uft&#8230;egal)<\/p>\n<p>geht man von der h\u00f6chstm\u00f6glichen\u00a0informationsdichte (also 16 bit) aus, muss man diese zahl noch einmal halbieren, weil:<\/p>\n<p>eine platte ja auch r\u00fcckw\u00e4rts bewegt werden kann. das bitmuster &#8216;11110000&#8217; darf es zwar theoretisch geben, aber nur wenn es &#8216;00001111&#8217; nicht gibt (wenn es doch so w\u00e4re, k\u00f6nnte die software nicht wissen, welche der beiden stellen nun welche w\u00e4re und ob sie vor- oder r\u00fcckw\u00e4rts gespielt w\u00fcrde). bleiben also 256 (2<sup>8<\/sup>)\u00a0m\u00f6gliche, eindeutige kombinationen \u00fcber.<\/p>\n<p>da passt was nich&#8217;, das ist viel zu wenig. der gedanke tut sich auf, da\u00df die information, an welcher stelle der platte sich die nadel gerade befindet, unterschiedlich verpackt wird. ich denke es gibt &#8216;magic packets&#8217;, die in bestimmten intervallen eine absolute position markieren. dazwischen k\u00f6nnte dann mit immer gleichen paketen gearbeitet werden, die eine relative information enthalten.<\/p>\n<p>was zu beweisen w\u00e4re.<\/p>\n<p>es f\u00fchrt also kein weg dran vorbei: ich muss dieses ding haben und damit &#8216;rumspielen. dank [<a href=\"http:\/\/www.dj-pec.de\/\" target=\"_blank\">marc<\/a>] habe ich f\u00fcr einige tage (&#8220;bis donnerstag, und dann musst du\u00a0das wieder anschliessen, sonst is&#8217; was los und wehe, du gehst da mit&#8217;m schraubenzieher bei&#8221;) ein finalscratch2 zur verf\u00fcgung:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andyland.info\/grafiken\/finalscratch\/klein\/finalscratch_sammelsurium.jpg\" alt=\" \" width=\"576\" height=\"432\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>dankenswerter weise hat [<a href=\"http:\/\/www.djmadm.de\/\" target=\"_blank\">marcel<\/a>],\u00a0also <a href=\"https:\/\/www.andyland.info\/grafiken\/mad_m.jpg\">ER HIER<\/a> mir eine timecode-platte quasi gestiftet (bekommst du wieder, klaro&#8230;dauert nur noch etwas =-) )<\/p>\n<p>von [<a href=\"http:\/\/www.familie-moenkediek.de\/\" target=\"_blank\">karsten<\/a>] habe ich die notwendige hardware f\u00fcr die firewire anschl\u00fcsse:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"karsten making a funny smile and presenting stolz his firewire-karte\" src=\"https:\/\/www.andyland.info\/grafiken\/finalscratch\/klein\/karsten.jpg\" alt=\"karsten making a funny smile and presenting stolz his firewire-karte\" width=\"432\" height=\"576\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>und den 1210er hab ich von [<a href=\"https:\/\/www.andyland.info\/grafiken\/finalscratch\/klein\/shimon.jpg\">shimon<\/a>]. hab auch mal gleich &#8216;nen satz sticker draufgemacht:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andyland.info\/grafiken\/finalscratch\/klein\/technics1.jpg\" alt=\" \" width=\"576\" height=\"432\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>die sache ist n\u00e4mlich die: so ein &#8216;magicpacket&#8217; gibt es garnicht (diese erkenntnis hat mich eine ganze nacht gekostet). geilerweise scheint es so zu sein, da\u00df jedes halbwegs kontrollierte rauschen eine vorw\u00e4rtsbewegung der musikdatei im player erzeugt.<\/p>\n<p>mit hilfe der aufgeklebten marker habe ich herausfinden k\u00f6nnen, da\u00df die absolute position der nadel auf der platte durch eine gewisse anzahl an paketen zusammengesetzt wird, \u00fcber die die nadel in einer bestimmten zeit streifen muss. das prinzip wird morgen verdeutlicht. von der ganzen (achtung:) plattenkratzerei hab&#8217; ich r\u00fcckenschmerzen und kopfschmerzen vom j\u00e4germeistertrinkern. so long.<\/p>\n<p>[mehrere stunden sp\u00e4ter:]<\/p>\n<p>tja, das mit dem digitaliserten timecode weiter oben war wohl nicht so ganz richtig. ich habe gestern nacht nocheinmal folgendes ausprobiert:<\/p>\n<p>-abspielen eines tracks mit timecode-vinyl: alles i.o.<\/p>\n<p>-abspielen eines tracks mit timecode-vinyl jedoch nur den rechten\/linken kanal vom plattenspieler dran: nur relative positionen. heisst: wenn man den plattenspieler nur mit jeweils einem kanal betreibt, kann man immer noch ein &#8216;z\u00e4hl&#8217;-signal erzeugen. das deckt sich mit der theorie, das ein gewisses grundrauschen jedenfalls reicht, um dem softwareplayer ein signal &#8216;platte dreht&#8217; mitzugeben. setzt man die nadel um, wird der track aber an der selben stelle wie vorher weitergespielt. allerdings kann man den track auch r\u00fcckw\u00e4rts abspielen. gestern konnte ich noch soviel herausfinden, da\u00df es offensichtlich reicht, die platte einmal komplett zum stillstand (= kein signal an der nadel) zu bringen, um der software eine richtungsumkehr vorzugaukeln.<\/p>\n<p>damit ist die theorie von den zwei gleichen audiokan\u00e4len, die sich durch den oben digitialisierten timecode einschleichen konnte, etwas hinf\u00e4llig. eine erneute digitalisierung (diesmal mit dem scratchamp selber) hat dann auch schnell gewissheit gebracht.<\/p>\n<p>zur besseren vergleichbarkeit mal wieder ein 6,6 ms kurzes st\u00fcck digitaliserten timecodes:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andyland.info\/grafiken\/finalscratch\/klein\/timcode_waveform_digit_mit_fs_klein.jpg\" alt=\" \" width=\"512\" height=\"384\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>das sieht ja jetzt schon mal wieder etwas komplizierter aus. schade eigentlich.<\/p>\n<p>durch die spielerei am vortag konnte ich herausfinden, da\u00df eine gewisse anzahl an paketen (eine bestimmte strecke auf der platte) in einer gewissen zeitspanne durchlaufen werden muss, damit die software die absolute position der nadel auf der timecode-vinyl (und somit die abspielposition des track) bestimmen kann.<\/p>\n<p>wie das geht, wird hier einmal verdeutlicht: der motor wird angestellt, die platte wird festgehalten. die nadel wird auf anfang gestetzt, der player entsprechend eingestellt. durch leichtes\u00a0scratchen wird deutlich, das man &#8216;stille&#8217; h\u00f6rt.\u00a0anschliessend wird die nadel auf eine definierte position (wegen der n\u00f6tigen wiederholungen) gesetzt. hier ist es die erste-minuten-rille und der marker &#8216;1&#8217;. dann wird die platte losgelassen (der motor l\u00e4uft schon, damit die platte von vornherein die ann\u00e4hernd richtige geschwindigkeit hat). dann wird geschaut, wie weit der weg ist, den die platte zur\u00fccklegen muss, bis im player von &#8216;stille&#8217; (also anfang des tracks) auf &#8216;position 1 minute&#8217; umgestellt wird. das ganze muss man einige male machen. je nach geschwindigkeit der platte erh\u00e4lt man unterschiedliche ergebnisse.<\/p>\n<p>[tube]http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=cMBZfbSMSPk&amp;feature=player_embedded[\/tube]<\/p>\n<p>gl\u00fccklicherweise kann man so sachen wie &#8216;latenz&#8217; weitestgehend aussen vor lassen, weil man das auch ohne drehenden plattenteller machen kann. wenn man das experiment wiederholt, die platte aber nur von hand bewegt, kann man das auch nachvollziehen. es wird aber ebenso deutlich, da\u00df die geschwindigkeit, mit der die platte bewegt wird, von entscheidender bedeutung ist:<\/p>\n<p>wenn man die platte nach dem umsetzen der nadel auf die position &#8216;1 minute&#8217; ganz langsam dreht, so werden wierder nur relative timecode informationen durchgegeben. der track bewegt sich zwar im player, aber nur so, als h\u00e4tte man die nadel NICHT umgesetzt.<\/p>\n<p>[tube]http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=nXekmjAATRg&amp;feature=player_embedded[\/tube]<\/p>\n<p>wenn man die platte \u00fcbrigens ganzganzganzlangsam bewegt, passiert gar nichts. auch die einzelnen timecode-pakete werden also nur verarbeitet, wenn sie in einer bestimmten zeitspanne unter der nadel durchlaufen, macht ja auch sinn.<\/p>\n<p>man w\u00fcnscht sich eine timecode-platte, die man nach belieben bespielen k\u00f6nnte, also z.b. immer nur die stelle zwischen den zwei markern, um wenigstens mal ein wenig einzugrenzen, was man so betrachten muss, bzw eigenen timecode zu erzeugen und testen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>hab ich gemacht<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Laughing\" src=\"http:\/\/www.doktor-andy.de\/joomla\/mambots\/editors\/tinymce\/jscripts\/tiny_mce\/plugins\/emotions\/images\/smiley-laughing.gif\" alt=\"Laughing\" width=\"18\" height=\"18\" border=\"0\" \/>.<\/p>\n<p>hierbei wurde parallel zum traktor das program &#8216;cooledit&#8217; gestartet und dar\u00fcber der digitalisierte\u00a0 timecode eingespielt, indem ein kabel von\u00a0unterschiedlichen soundkarten des rechners\u00a0(auch scratchamp)\u00a0wieder in den scratchamp ging. die ergebnisse waren teils berauschend. der scratchamp (diesmal als echt gute soundkarte) hat&#8217;s aber gebracht.<\/p>\n<p>das letzte, an das ich mich erinnern kann (himmel. ich muss meinen lebensstil \u00e4ndern-ganz schnell) war, das man den digitalisierten timecode via CoolEdit um 12db &#8216;amplifien&#8217; musste (damit er &#8216;laut&#8217; genug ist) und dann gings eigenlich los. achtet das:<\/p>\n<p>[tube]http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=gU4EgGi-7ws&amp;feature=player_embedded[tube]<\/p>\n<p>[<a href=\"https:\/\/www.andyland.info\/grafiken\/finalscratch\/klein\/olew.jpg\">ole\u00a0w<\/a>.] und ich (ole hat \u00fcbrigens enorm viele gute ideen f\u00fcr einen\u00a0einzelnen menschen) haben dann ein wenig mit timecodes herumgespielt (weil wir ja jetzt wissen, was man dem ding alles irgendwie unterjubeln kann) und festgestellt, da\u00df tats\u00e4chlich i r g e n d\u00a0e t w a s reicht, um dem player eine bewegung der platte vorzugaukeln. das hei\u00dft im klartext: wir haben angefangen mit einem sinuston 1200Hz. dieser gibt (als timecode verkauft) den track in ann\u00e4hernd richtiger geschwindigkeit wieder:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andyland.info\/grafiken\/finalscratch\/klein\/einschritt1200hz.jpg\" alt=\" \" width=\"512\" height=\"384\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p>aber wenn man herausfinden will, wie etwas funktioniert, dann muss man die grenzen ausloten, also kamen wir nach kurzer zeit auf dieses:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andyland.info\/grafiken\/finalscratch\/klein\/einschrittminimum.jpg\" alt=\" \" width=\"512\" height=\"384\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p>das ist dieselbe nummer wie oben, nur, da\u00df\u00a07 wellenberge fehlen und durch &#8216;stille&#8217; ersetzt wurden. das dolle daran: es funktioniert auch! das wichtige (achtung:wichtig!): die abspielgeschwindigkeit des tracks im player ist nur ein bruchteil (ich mag sagen: ein achtel) der ann\u00e4hernd normalen geschwindigkeit. damit ist eine wichtige erkenntnis getroffen:<\/p>\n<p>wie auch immer der timecode aufgebaut ist, es kann kein verfahren sein, da\u00df frequenzmodulation einsetzt. anderenfalls w\u00fcrde sich die abspielgeschwindigkeit des tracks im player st\u00e4ndig \u00e4ndern (wie hier gesehen). hinsichtlich der notwendigen robustheit und ausfallsicherheit ist damit zu rechnen, da\u00df jedweder algorhithmus zum ausgleich\u00a0(eines frequenzmodulierten verfahrens)\u00a0zu anf\u00e4llig f\u00fcr st\u00f6rungen w\u00e4re und somit tunlichst nicht eingesetzt w\u00fcrde.<\/p>\n<p>[tube]http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=9_68u6OMj3E&amp;feature=player_embedded[\/tube]<\/p>\n<p>man kann\/muss sp\u00e4testens\u00a0jetzt dar\u00fcber nachdenken, wie die information denn nun tats\u00e4chlich auf der platte festgehalten wird, und warum es zwei spuren gibt, die nicht synchron sind, sondern immer versetzt durch die nulllinie laufen. (das bild zeigt das deutlich an einem wahllos ausgesschnittenen st\u00fcck timecode):<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.andyland.info\/grafiken\/finalscratch\/klein\/timecode_analyse_2_klein.jpg\" alt=\" \" width=\"512\" height=\"384\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p>fakt ist: die relative position\/fortschreitende drehung der platte wird durch die nacheinander auftretenden amplituden der beiden kan\u00e4le erzeugt. zieht man\u00a0die linke ODER die rechte\u00a0signalleitung des plattenspielers w\u00e4hrend des anspielens aus dem scratchamp, dann funktioniert es prinzipiell immer noch. heisst: der track im software-player l\u00e4uft unbeeindruckt weiter, der scratchamp gibt also ganz normal die information &#8216;platte dreht sich&#8217; an die software weiter, was sich ja auch mit der erkenntnis deckt, da\u00df man dem ding prinzipiell irgendein rauschen vorsetzen kann und es funktioniert. aber: wenn man die nadel im track umsetzt, hat das keinerlei auswirkungen, der track spielt nach dem aufsetzen einfach an der stelle weiter, an der man die nadel von der platte nahm. die absolute position der nadel auf der platte wird also aus der summe der beiden audiospuren in der plattenrille gebildet.<\/p>\n<p>was man bei oben beschriebener handlung hin und wieder feststellen kann ist, da\u00df sich die abspielrichtung des tracks in der software \u00e4ndert. da dieses ph\u00e4nomen mit beiden signalleitungen nicht auftritt, wird deutlich,\u00a0da\u00df auch die (abolute?) drehrichtung der platte aus der summe der beiden audiokan\u00e4le gebildet wird.<\/p>\n<p>[die letzten beiden abs\u00e4tze gab es in etwas weniger ausf\u00fchrlicher bescheibung auch schon etwas weiter oben. das ist mir nach dem achten vierten dritten zweiten mal lesen auch aufgefallen. ich lasse es aber so. das ding hier w\u00e4chst schliesslich und\u00a0solche ausw\u00fcchse\u00a0geh\u00f6ren meines erachtens genauso zur dokumentation, wie der eigentliche\u00a0technische inhalt. ausserdem w\u00e4re es\u00a0irgendwie zu aufwendig zu professionell und zu wenig pers\u00f6nlich, hier\u00a0jedesmal alles\u00a0umzuschreiben.]<\/p>\n<p>ganz nebenbei kann man \u00fcbrigens feststellen, da\u00df der scratchamp\/die software intern umschaltet, wenn eine signalleitung ausf\u00e4llt. zieht man die signalleitung nur so eben aus dem scratchamp, verlangsamt sich die abspielgeschwindigkeit des tracks im player (um die h\u00e4lfte?). zu erkl\u00e4ren ist das mit der tatsache, da\u00df eine nicht komplett herausgezogene signalleitung ein rauschen am eingang des scratchamp verursacht und deswegen die interne umschaltung noch &#8216;mit sich hadert&#8217;, w\u00e4hrend am signaleingang nur noch die h\u00e4lfte der geschwindigkeitsgebenden impulse ankommt. (wenn keine umschaltung erfolgen w\u00fcrde, so w\u00fcrde das rauschen des steckers am eingang eine erh\u00f6hung der abspielgeschwindigkeit mit sich bringen, weil dadurch mehr impulse pro zeiteinheit am eingang anliegen w\u00fcrden). passiert aber nicht, siehe video.<\/p>\n<p>[tube]http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=hF0ZvvvAB6o&amp;feature=player_embedded[\/tube]<\/p>\n<p>(der track kommt \u00fcbrigens vom &#8216;elektrochemie lk&#8217; und heisst &#8216;gold&#8217;. solltet ihr kaufen, weil&#8217;s geil ist. z.b. <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/s\/ref=nb_ss_w\/028-6520736-6994920?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85Z%C3%95%C3%91&amp;url=search-alias%3Daps&amp;field-keywords=elektrochemie+lk\" target=\"_blank\">hier<\/a>)<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[31.7.2006] dies ist wohl mein bislang aufwendigstes projekt. solange und ausschweifend habe ich zwar auch schon \u00fcber viele andere sachen gesprochen, hiermit habe ich mich aber bei einer noch nie dagewesenen anzahl an leuten durchschnorren m\u00fcssen, um das ziel zu erreichen. auf geht&#8217;s: finalscratch von stanton\/ native-instruments ist ein dj-tool. \u2026 <a class=\"continue-reading-link\" href=\"https:\/\/andyland.info\/wordpress\/finalscratch\/\"> Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr; <\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[5],"tags":[159,160],"class_list":["post-314","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-projekte","tag-finalscratch","tag-timecode","odd"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/andyland.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/314","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/andyland.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/andyland.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/andyland.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/andyland.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=314"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/andyland.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/314\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/andyland.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=314"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/andyland.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=314"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/andyland.info\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=314"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}